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Startseite > Wirtschaft Deutschlands

{{Infobox Volkswirtschaft
|Name der Volkswirtschaft = Deutschland
|Flagge =
|Weltwirtschaftsrang = 4. <small>(nominal) (2020)</small>
4,5 Billionen USD <small>(PPP) (2020)</small>
3,3 Billionen Euro <small>(2020)</small>
|BIP nach Wirtschaftssektor = : 69,3 % <small>(2019)</small>
|Wirtschaftswachstum = ?4,9 %<small> (2020)</small>
|Inflationsrate = 3,8 %<small> (August 2021)</small>
|Gini-Index =
|Erwerbstätige = 45,3 Mio. <small>(Okt. 2021)</small>
|Arbeitslosenquote = 5,1 % <small>(Nov. 2021)</small>
|Export = 1,2 Billionen ? <small>(2020)</small>
|Importgüter = Datenverarbeitungsgeräte (11 %), Kraftwagen und Kraftwagenteile (11 %), Chemische Erzeugnisse (8 %) <small>(2020)</small>
|Importpartner = : 56,5 Mrd. ? <small>(2020)</small>
|Außenhandelsbilanz = 179,8 Mrd. ? <small>(2020)</small>
|Internationale Direktinvestitionen (FDI) =
|Öffentliche Schulden = 68,7 % des BIP <small>(2020)</small>
|Staatseinnahmen = 45,2 % des BIP <small>(2017)</small>
|Staatsausgaben = 43,9 % des BIP <small>(2017)</small>
|Neuverschuldung = ?4,3 % des BIP <small>(2020)</small>
}}
Die '''Wirtschaft Deutschlands''' ist hinsichtlich des Bruttoinlandsprodukts die größte Volkswirtschaft Europas und die viertgrößte Volkswirtschaft weltweit. Beim Bruttoinlandsprodukt pro Kopf lag Deutschland 2019 in US-Dollar in Europa an 12. und weltweit an 18. Stelle. Laut Angaben des globalen Wettbewerbsfähigkeitindex des Weltwirtschaftsforums rangiert Deutschland 2019 auf Platz 7 (von 141 Staaten) der wettbewerbsfähigsten Länder der Welt.

Deutschland ist eine erzielt.

Deutschland gilt als weltweit bedeutendster Messestandort; zahlreiche Leitmessen finden hier statt. Kongresse, Ausstellungen und eine im internationalen Maßstab bedeutende Museums- und Veranstaltungslandschaft sind eine wichtige Grundlage von Reiseverkehr und Tourismus in Deutschland.

Wirtschaftsstruktur

Standortqualität und Wettbewerbsfähigkeit

Mehrere Indices bescheinigen Deutschland eine hohe Standortqualität und internationale Wettbewerbsf�higkeit:
  • Ernst & Young European Attractiveness Survey (2013): Rang 1 in Europa, Rang 6 weltweit
  • A.T.Kearney FDI Confidence Index (2013): Rang 1 in Europa, Platz 7 weltweit
  • UNCTAD WorldInvestment Prospects Survey (2013): Rang 1 in Europa, Rang 3 weltweit
  • Deloitte Global Manufacturing Competitiveness Index (2013): Rang 1 in Europa, Rang 2 weltweit
  • Institut der deutschen Wirtschaft: Ranking der industriellen Standortqualität: Rang 4 in Europa, Rang 5 weltweit

Beschäftigungsstruktur

Knapp drei Viertel der arbeitenden Menschen (74,5 %) sind in Deutschland im Dienstleistungssektor beschäftigt (Stand 2019). Wesentlich dabei sind unter anderem das Sozial-, Bildungs- und Gesundheitswesen, das Verkehrswesen, das Gastgewerbe, das Wohnungswesen oder die Finanzwirtschaft. Das produzierende Gewerbe (Industrie) beschäftigt 24,1 % der Erwerbstätigen; Fischerei, Land- und Forstwirtschaft 1,3 %.

Rohstoffe

Deutschland hat bedeutende Rohstoffvorkommen (s. a.: Geographie Deutschlands), insbesondere im Bereich der Kohlevorkommen (Stein- und Braunkohle), im Bereich Kalisalz, Baustoffe und Steine und Erden. Außerdem befinden sich Erdgasvorkommen in Niedersachsen. Das dichtbesiedelte Industrieland mit dem fünftgrößten Energieverbrauch (nach den USA, China, Japan und Indien) weltweit ist dennoch auf Rohstoffimporte angewiesen. Die Bedeutung der heimischen Steinkohle aus dem Ruhrgebiet und dem Saarland sowie der Braunkohle in Sachsen und Sachsen-Anhalt nahm in den vergangenen Jahrzehnten ab. 2005 erfolgte etwa 47 % der Stromerzeugung und 24 % des Gesamtenergieverbrauchs aus Kohle, Steinkohle und daraus produzierter Koks ist heute vor allem für die lokale Stahlindustrie und metallverarbeitende Industrie von Bedeutung. Die eigene Erd�lf�rderung in Deutschland erwirtschaftete in den 1960er Jahren noch 30 Prozent des heimischen Bedarfs, mittlerweile nur noch 3 %.

Land- und Forstwirtschaft

Die Bruttowertsch�pfung der Landwirtschaft betrug im Jahr 2018 23,1 Mrd. Euro. Dies entspricht 0,8 % der gesamten Bruttowertschöpfung.

Energiewirtschaft

Der Prim�renergieverbrauch in Deutschland lag im Jahr 2014 bei 13.080 PJ, was der niedrigste Wert seit der Wiedervereinigung war. Den größten Anteil hatte Erd�l mit 35 %, es folgten Erdgas mit 20,5 %, Steinkohle mit 12,6 %, Braunkohle mit 12,0 %, Erneuerbare Energien mit 11,1 % und die Kernenergie mit 8,1 %.

{| class="wikitable zebra" style=text-align:right
|-
! ''Erläuterung'' || Alle || Unter­nehmer || Freie Berufe || Abhängig Beschäftigte
|-
| style=text-align:left | Steuerpflichtigen­anteil (%) || '''100''' || 10,62 || 1,78 || 87,60
|-
| style=text-align:left | Einkommens­anteil (%) ||'''100'''|| 13,67 || 2,86 || 83,47
|-
| style=text-align:left | Mittelwert (?) || '''29.030 '''|| 37.353 || 46.821 || 27.660
|-
| style=text-align:left | Median (?) || '''22.781''' || 13.751 || 21.937 || 23.517
|-
| style=text-align:left | Verteilung (Gini-Index) || '''0,43759''' || 0,68332 || 0,59280 || 0,38494
|-
! style=text-align:left colspan=5 | Quantile: Einkommensanteile
|-
| style=text-align:left | ? 5 % || '''0,24''' || 0,18 || 0,14 || 0,25
|-
| style=text-align:left | 1. Dezil || '''0,88''' || 0,58 || 0,47|| 0,98
|-
| style=text-align:left | 2. Dezil || '''2,88''' || 1,24 || 1,22 || 3,57
|-
| style=text-align:left | 3. Dezil || '''4,72''' ||1,80 || 1,97 || 5,41
|-
| style=text-align:left | 4. Dezil || '''6,00''' || 2,45 || 2,82 || 6,63
|-
| style=text-align:left | 5. Dezil || '''7,23''' || 3,25 || 3,98 || 7,88
|-
| style=text-align:left | 6. Dezil || '''8,67''' || 4,38 || 6,03 || 9,32
|-
| style=text-align:left | 7. Dezil || '''10,31''' || 6,21 || 9,40 || 10,93
|-
| style=text-align:left | 8. Dezil || '''12,31''' || 9,13 || 13,88 || 12,88
|-
| style=text-align:left | 9. Dezil || '''15,41''' || 14,44 || 20,09 || 15,80
|-
| style=text-align:left | 10. Dezil || '''31,59''' || 56,51 || 40,15 || 26,59
|-
| style=text-align:left | ? 95 % || '''21,28''' || 44,62 || 25,98 || 16,38
|-
| style=text-align:left | ? 99 % || '''8,11''' || 23,25 || 7,670 || 4,470
|-
| style=text-align:left | 90/10 Relation || '''35,90''' || 97,40 || 85,40 || 27,10
|-
| style=text-align:left | 95/5 Relation || '''88,70''' || 247,90 || 185,60 || 65,50
|}

Die Verm�gensverteilung in Deutschland weist, nach Zahlen des DIW, eine starke Ungleichverteilung auf (Gini-Index 0,799). Seit den 1980er Jahren nimmt die Ungleichverteilung zu. Diese Vermögenskonzentration verstärkt sich seit Mitte der 1990er Jahre: 2007 besaßen die reichsten 5 % der Bevölkerung 46 % des Gesamtvermögens, das reichste Prozent bereits 23 %. Das Vermögen der ärmsten Bevölkerungsschichten nahm hingegen ab:
{{Zitat|Mehr als zwei Drittel der Gesamtbevölkerung besaßen dagegen kein oder nur ein sehr geringes individuelles Nettovermögen. Die untersten 70 Prozent der nach dem Vermögen sortierten Bevölkerung haben einen Anteil am Gesamtvermögen von unter neun Prozent und damit rund 1,5 Prozentpunkte weniger als 2002.|ref=
}}

Es ist jedoch zu berücksichtigen, dass Selbstständige und Freiberufler eine kapitalbasierte Altersvorsorge betreiben müssen, während Angestellte und Beamte in die umlagefinanzierte Sozialversicherung einbezahlen bzw. Versorgungsansprüche gegen den Staat stellen und somit kein formales Vermögen erwerben. Werden diese Vorsorge-Ansprüche als Vermögen mit ihrem Barwert berücksichtigt, so verringert sich der formale Abstand zwischen Angestellten und Selbstständigen deutlich.
}}

Regionale Entwicklungen

Wie in allen großen Staaten, gibt es auch in Deutschland ein ausgeprägtes wirtschaftliches Gefälle zwischen wirtschaftsstärkeren und schwächeren Regionen. Teilweise sind die Ursprünge dieser Strukturen sehr alt, etwa das Bankenwesen in Frankfurt oder die Hafenstadt Hamburg, während andere Regionen wie Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen in der Industrialisierung ihre prägenden Strukturen erhielten. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte insbesondere im südlichen Bayern eine neue wirtschaftliche Dynamik ein, die maßgeblich durch hierhin geflüchtete Unternehmen wie Siemens aus Berlin oder Audi aus Zwickau hervorgerufen wurde.

In der heutigen Zeit finden sich die wirtschaftsstärksten Gebiete in den Ballungsräumen des Südens, vor allem in München, Stuttgart, Frankfurt und Mannheim. Charakteristisch ist hier der im Vergleich zu anderen europäischen Metropolregionen relativ hohe Anteil an Industrie bzw. verarbeitendem Gewerbe. Auch die Region um die Hafenstadt Hamburg im Norden gehört zu den wirtschaftsstarken Gebieten. Dem stehen die Ballungsräume Mittel- und Norddeutschlands wie das Rhein-Ruhr-Gebiet, Hannover, Bremen, Berlin und Dresden gegenüber, die ? im Gegensatz zum Süden ? einen Strukturwandel durch Deindustrialisierung in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts erlebten und ihre wirtschaftliche Struktur daher teilweise neu ausrichten mussten.

Ländliche Regionen leben vor allem von mittelständischen Betrieben, die in Süddeutschland ebenfalls eine verhältnismäßig hohe Dichte erreichen und diese Regionen dadurch wirtschaftlich beleben. Manche dieser Betriebe sind relativ unbekannte Marktführer in einer sehr spezialisierten weltweiten Branche, weshalb sie als ''Hidden Champions'' bezeichnet werden. In Mittel- und Norddeutschland sind diese Strukturen schwächer, weshalb ländliche Regionen dort weniger Zuwanderer anziehen und demografisch schrumpfen und teilweise eine erhöhte Arbeitslosigkeit bei geringeren Einkommen aufweisen. Am dramatischsten traf diese Entwicklung nach 1990 die dünn besiedelten Gebiete im Osten der neuen Bundesländer, insbesondere Vorpommern, die Altmark, die Uckermark und die Prignitz sowie die Lausitz. Einige dieser Gebiete waren seit jeher strukturschwach und hinkten der wirtschaftlichen Entwicklung Deutschlands seit Jahrhunderten hinterher. Günstiger zeigen sich die wirtschaftlichen Strukturen im Süden und Westen der neuen Bundesländer, der Agglomeration Berlin und in Westmecklenburg.

Studien wie der von konnten diesen Trend widerlegen. Die wirtschaftlich schwächsten Regionen hingegen befinden sich ausnahmslos in den neuen Bundesländern.

Unterschiede im Bruttoinlandsprodukt

Das Bruttoinlandsprodukt in den einzelnen Bundesl�ndern Deutschlands ist recht unterschiedlich. Deutschland insgesamt erreichte 2009 ein BIP von 29.406 EUR pro Einwohner (in jeweiligen Preisen). Die fünf ehemals zur DDR gehörigen Flächenländer liegen zwischen 21.264 (Mecklenburg-Vorpommern) und 22.228 EUR/Ew. (Sachsen). Die sieben westdeutschen Flächenländer erreichten ein BIP zwischen 25.511 (Rheinland-Pfalz) und 35.731 EUR/Ew. (Hessen); Berlin ? West- und Ostteil zusammen ? hatte ein BIP pro Kopf von 26.265, Bremen von 40.529, Hamburg von 48.229 EUR/Ew.

Messen

Außenhandel

Handelspartner und Außenhandelsstatistik

Im Jahr 2016 lag der Anteil der Ausfuhren in EU-Länder bei 58,6 % des deutschen Gesamtexportes, davon entfielen 36,6 % auf die Länder der Eurozone. Die übrigen Exportanteile entfielen zu 9,4 % auf die europäischen Nicht-EU-Länder, zu 17,5 % auf Asien, Australien und Ozeanien, zu 12,3 % auf Amerika und zu 2,0 % auf Afrika.

Die Volksrepublik China war 2016 Deutschlands wichtigster Handelspartner mit einem gesamten ausgetauschten Warenwert von 170,2 Milliarden Euro. Davon waren 76,0 Milliarden Euro Ausfuhren nach China sowie 94,2 Milliarden Euro Einfuhren aus China. Frankreich war 2016 der zweitgrößte Handelspartner Deutschlands mit einem gesamten ausgetauschten Warenwert von 166,8 Milliarden Euro. Davon waren 101,1 Milliarden Euro Ausfuhren sowie 65,7 Milliarden Euro Einfuhren. Drittgrößter Handelspartner waren 2016 die Vereinigten Staaten mit einem Warenwertaustausch von insgesamt 164,8 Milliarden Euro, davon 106,8 Milliarden Euro an Ausfuhren und 58,0 Milliarden Euro an Einfuhren.

2016 erreichte der deutsche Export ein Allzeithoch. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Exportumsatz um 0,9 % auf 1.203,8 Milliarden Euro. Die Importe stiegen 2016 um 0,6 % auf 954,9 Milliarden Euro. Gleichzeitig ist dies der höchste erwirtschaftete Ausfuhrüberschuss in Höhe von 248,9 Milliarden Euro.

Dieser Rekord-Handelsüberschuss (deutlich mehr Ausfuhren als Einfuhren) wird jedoch auch kritisch gesehen. Zum einen, da Deutschland mit seiner Exportorientierung stark von der Entwicklung im Ausland abhängig ist.

Durch den global zunehmenden Handel kommt es zu verstärkter Arbeitsteilung und somit nicht nur zu einem Zuwachs von Exporten, sondern auch von Importen. Einige Ökonomen, wie z. B. Hans-Werner Sinn, sind wegen dieses Zuwachses der importierten Vorleistungen der Ansicht, dass Deutschland zu einer Basar�konomie verkommt.

Deutschland exportierte im Jahr 2017 Waren im Wert von 1.279,1 Milliarden Euro. Importiert wurden Waren im Wert von 1.034,3 Milliarden Euro. Demnach entstand ein Ausfuhrüberschuss von 244,7 Milliarden Euro.

Handelsgüter

Deutschland exportierte im Jahr 2016 hauptsächlich Kraftfahrzeuge und Kraftfahrzeugteile, Maschinen, Chemieerzeugnisse sowie Datenverarbeitungsgeräte, elektrische und optische Erzeugnisse. Diese vier Gütergruppen hatten einen Anteil von 50,5 % an den gesamten deutschen Exporten im Jahr 2016. Ein Großteil der deutschen Handelsaktivitäten findet innerhalb von Industrieländern, der gleichen Industrie oder sogar der gleichen Firma statt (siehe oben), so dass Automobile, Maschinen und Chemieerzeugnisse auch wesentliche Importerzeugnisse sind. Jedoch werden deutlich mehr dieser Waren aus Deutschland exportiert als importiert. Kraftfahrzeuge und Kraftfahrzeugteile waren Deutschlands wichtigste Importgüter (Importwert von 106,1 Milliarden Euro im Jahr 2016).

Zahlen

{| class="wikitable sortable zebra" style=text-align:right
|+ Die wichtigsten Handelspartner Deutschlands bei den Exporten (2017, in Mrd. Euro)
|-
! Rang || Zielland || 2017 || 2012 || 2011 || 2010 || 2009 || 2008 || 2007 || 2006
|-
| 1.|| style=text-align:left |
|111,49|| 86,83|| 73,69|| 65,6|| 54,4|| 71,4|| 73,4|| 78,0
|-
| 2.|| style=text-align:left |
|105,24|| 104,34|| 101,56|| 90,7|| 81,3|| 93,7|| 93,9|| 85,0
|-
| 3.|| style=text-align:left |
|86,17|| 66,63|| 64,76|| 53,6|| 37,3|| 34,1|| 29,9|| 27,5
|-
| 4.|| style=text-align:left |
|85,70|| 70,86|| 69,31|| 63,2|| 53,2|| 65,8|| 62,4|| 56,5
|-
| 5.|| style=text-align:left |
|84,44|| 72,94|| 65,33|| 59,5|| 53,2|| 64,2|| 71,0|| 64,7
|-
| 6.|| style=text-align:left |
|62,80|| 57,53|| 57,87|| 53,7|| 46,1|| 54,7|| 52,8|| 49,5
|-
| 7.|| style=text-align:left |
|65,53|| 55,84|| 62,12|| 58,5|| 50,6|| 62,0|| 65,1|| 59,3
|-
| 8.|| style=text-align:left |
|59,45|| 42,23|| 43,47|| 38,1|| 31,1|| 40,8|| 36,1|| 29,0
|-
| 9.|| style=text-align:left |
|53,96|| 48,83|| 47,71|| 41,7|| 35,5|| 39,0|| 36,4|| 34,8
|-
| 10.|| style=text-align:left |
|44,30|| 44,54|| 46,97|| 46,4|| 41,8|| 49,9|| 51,4|| 46,7
|-
| 11.|| style=text-align:left |
|43,05|| 31,17|| 34,87|| 34,4|| 31,3|| 42,7|| 48,2|| 41,8
|-
| 12.|| style=text-align:left |
|41,66|| 31,55|| 30,63|| 27,0|| 22,0|| 27,6|| 26,0|| 22,5
|-
| 13.|| style=text-align:left |
|26,72|| 21,17|| 22,01|| 19,6|| 15,5|| 20,1|| 21,7|| 18,8
|-
| 14.|| style=text-align:left |
|25,84|| 38,05|| 34,41|| 26,4|| 20,6|| 32,3|| 28,2|| 23,4
|-
| 15.|| style=text-align:left |
|24,95|| 16,34|| 15,69|| ?|| ?|| ?|| ?|| ?
|-
| 16.|| style=text-align:left |
|21,46|| 20,07|| 20,14|| 16,2|| 11,6|| 15,1|| 15,1|| 14,4
|-
| 17.|| style=text-align:left |
|19,53|| 17,10|| 15,12|| ?|| ?|| ?|| ?|| ?
|-
! || Insgesamt ||1.278,93|| 1.097,34 || 1.060,20|| 959,5|| 803,3|| 984,1|| 969,0|| 893,0
|}

{| class="wikitable sortable zebra" style=text-align:right
|+ Die wichtigsten deutschen Handelspartner (2016, in Mrd. Euro)r: Männer und Frauen mieteten sich ein Bett für einige Stunden am Tag. Grund war die stark steigende Bevölkerung in den Großstädten und der daraus folgende Wohnungsmangel.

Ab den 1890er Jahren zeigten sich erste Anzeichen von Arbeitskräftemangel, die durch die Massenabwanderung aus den ländlichen Gebieten entstand. 1910 lebten bereits offiziell 1,2 Millionen Ausländer in Deutschland, etwa zwei Drittel kamen aus Kongresspolen und dem österreichisch-ungarischen Galizien, und arbeiteten vorwiegend in der Landwirtschaft auf den großen Gütern Ostelbiens.

Die wichtigste Partei im 1871 entstandenen in Kraft; es regelte für ganz Deutschland erstmals einheitlich die Beziehungen zwischen rechtlich gleichgestellten Rechtsteilnehmern (Personen und Unternehmen).

Das Reichsgericht urteilte am 4. Februar 1897, dass die Bildung von Wirtschaftskartellen erlaubt ist und die Einhaltung von geschlossenen Vereinbarungen gerichtlich eingeklagt werden kann. Dies löste die Kartellbewegung aus.

Der große Bergarbeiterstreik von 1889 führte 1891 zum Erlass eines Arbeiterschutzgesetzes und bedeutete den Durchbruch der Gewerkschaft im Ruhrbergbau. Der Hamburger Hafenarbeiterstreik 1896/97 dauerte elf Wochen, endete erfolglos und war Anlass für die Zuchthausvorlage. Der landesweit beachtete Textilarbeiterstreik 1903/04 in Crimmitschau, unter anderem wegen eines Zehnstundentages, war hingegen erst 1908 erfolgreich. 1912 kam es dann zu einem Bergarbeiterstreik, bei dem die Regierung unter anderem 5000 Soldaten schickte und so den Streik nach elf Tagen beendete. 1914 beschlossen die Gewerkschaften kurz nach Beginn des Ersten Weltkriegs, auf Streiks zu verzichten (?Burgfriedenspolitik?).

Ab 1890 war die SAP / SPD die Partei mit den meisten Wählerstimmen, doch die meisten Sitze im Reichstag hatte von 1881 bis zur Reichstagswahl 1912 fast immer die katholische Zentrumspartei. 1907 formierte sich der sogenannte B�low-Block im Reichstag, ein Wahlbündnis von Konservativen, Nationalliberalen und Linksliberale, das allerdings über die Reichsfinanzreform 1909 zerbrach, bei der neben einer Erhöhung indirekter Steuern auch die Einführung einer Erbschaftssteuer vorgesehen war. Anschließend führte den Reichstag bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges ein Bündnis von Konservativen und Zentrum, während die unterlegenen politischen Kräfte den Hansabund gründeten. Wegen dessen linksliberaler Position, verließen die Industrieverbände den Bund bald wieder und seine politische Bedeutung verlor an Gewicht.

Weltkriege und Zwischenkriegszeit

In der Zeit der Weltkriege war die Wirtschaft als Kriegs�konomie organisiert. Die wirtschaftliche Koordination erfolgte während des Ersten Weltkriegs weitgehend durch die Kriegsrohstoffabteilung. Für einzelne Rohstoffe wurden als Unterorganisationen Kriegsrohstoffgesellschaften in Form von Aktiengesellschaften gegründet, wie beispielsweise die Kriegsmetallgesellschaft und die Kriegschemikaliengesellschaft. Sie unterlagen zwar der staatlichen Kontrolle, doch wurden sie in der Regel von den stärksten Unternehmen der Branche dominiert. Diese Organisationsform wurde gelegentlich als Kriegssozialismus oder Gemeinwirtschaft idealisiert. Aus den besetzten Gebieten wurden Rohstoffe der eigenen Wirtschaft zugeführt, wie beispielsweise Eisenerz aus Briey und landwirtschaftliche Produkte aus Polen, aber auch hunderttausende von Zwangsarbeiter aus Belgien, Polen und weiteren eroberten Ostgebieten arbeiteten für das Reich. Für die Zuteilung von Nahrungsmittel gab es Lebensmittelmarken; ab 1915 die Brotkarte und später z. B. Fleischkarten, Zuckerkarten und Seifenkarten. Bedeutend war auch der weit verbreitete Schwarzmarkt für Waren aller Art.

Für die Materialschlachten an der Westfront war ab 1916 eine massive Steigerung der Rüstungsproduktion geplant, das sogenannte Hindenburg-Programm. Dazu gehörte auch eine gesetzliche Arbeitsverpflichtung, wodurch die freie Wahl des Arbeitsplatzes aufgehoben war (Hilfsdienstgesetz). Einige der Zugeständnisse an die Gewerkschaften waren die ständigen Arbeiterausschüsse, die in allen Betrieben mit mindestens 50 Arbeitern einzurichten waren, und paritätisch besetzte Schlichtungsausschüsse.

Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs verließen in Europa etwa zehn Millionen Menschen aus verschiedenen Gründen ihre Heimat. Aus dem ehemaligen Russischen Kaiserreich kamen etwa 120.000 ?Deutschstämmige?, etwa 600.000 russische Flüchtlinge und etwa 70.000 Juden aus Ostmittel- und Osteuropa, wobei die meisten Zuwanderer nach kurzer Zeit weiter nach Westen zogen, etwa nach Frankreich und in die Vereinigten Staaten.

Gegen Ende des Ersten Weltkriegs, während der Novemberrevolution, einigten sich Gewerkschaften und deutsche Industrie im Stinnes-Legien-Abkommen darauf, dass die Gewerkschaften in Zukunft als Vertreter der Arbeiterinteressen und als Tarifpartner behandelt werden (Koalitionsfreiheit), der Achtstundentag eingeführt wurde und eine Vergesellschaftung der Produktionsmittel unterbleibt (R�terepublik, R�tekommunismus). Als gemeinsames Gremium wurde die Zentralarbeitsgemeinschaft (1918 bis 1924) gegründet. Bei Tarifkonflikten gab es allerdings die staatliche Zwangsschlichtung und die Schlichter konnten bindende kollektive Lohnvereinbarungen gegen den Willen der Tarifparteien durchsetzen. Von 1920 bis 1934 galt das Betriebsr�tegesetz.

Finanzminister Matthias Erzberger reformierte 1919/1920 die Reichsfinanzen mit der sogenannten Erzbergerschen Finanz- und Steuerreform, beispielsweise wurde die Reichsabgabenordnung beschlossen und der direkte Lohnsteuerabzug eingeführt. Er besteuerte die ?Kriegsgewinnler? unter anderem mit der Hauszinssteuer, einer Vermögenszuwachsabgabe, einer geänderten Erbschaftssteuer und Einkommensteuer und er erhob eine einmalige Verm�gensabgabe, das Reichsnotopfer.

Ursprünglich war ein Drittel des Banknotenumlaufs durch Gold und zwei Drittel durch wurde eingeführt (40 Prozent des Banknotenumlaufs mussten in Gold oder in goldgedeckten Devisen vorliegen).

Ab 1923 stabilisierten verschiedene Maßnahmen die wirtschaftliche Lage, wobei die Arbeitslosenquote mit Ausnahme des Jahres 1925 trotzdem immer über acht Prozent lag. Sehr bedeutend war der im August 1924 inkrafttretende beteiligt, wobei globale Produktionsquoten festgelegt wurden. Es umfasste zunächst große Teile der kontinentaleuropäischen Stahlindustrie und ab 1935 auch die des Vereinigten Königreiches und ab 1939 die der Vereinigten Staaten. Es zerbrach während der Weltwirtschaftskrise, wurde 1933 neu gegründet und endete 1939, zu Beginn des Zweiten Weltkriegs.

In der 1929 einsetzenden ein Reichskommissar für Preisüberwachung ernannt, der die staatlich verordneten Preissenkungen durchzusetzen hatte.

Die Reparationsforderungen wurden mit der Zeit gesenkt und im Verlauf der Weltwirtschaftskrise auf der Konferenz von Lausanne 1932 auf eine Restzahlung von drei Milliarden Reichsmark festgesetzt.

Ab 1933 erholten sich die Beschäftigungszahlen. Die Gewerkschaften wurden in der Deutschen Arbeitsfront 1933 gleichgeschaltet und ein Lohnstopp wurde erlassen. 1934 ersetzte das Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit das Betriebsrätegesetz, wodurch die Arbeitnehmerrechte weitgehend abgeschafft wurden. Stattdessen gab es dem Reichsarbeitsministerium unterstellte ?Treuh�nder der Arbeit?. 1935 wurde die Arbeitsbuch<nowiki/>pflicht schrittweise eingeführt und ab 1939 konnte jedem Arbeitnehmer ein Arbeitsplatz vorgegeben werden.

Von 1933 bis 1936 erhob Deutschland die sogenannte Tausend-Mark-Sperre gegen Österreich. Ziel war die Schwächung der �sterreichischen Wirtschaft, die schon zu dieser Zeit stark vom Tourismus abhängig war.

Ab 1936 stiegen die staatlichen Rüstungsausgaben und die Ausgaben, um Selbstversorger bei kriegswichtigen Roh- und Grundstoffen zu werden. Dazu wurde etwa die Hälfte aller Investitionen in die vom ?Vierjahresplan? (recht bald Vierjahresplan-Organisation) präferierten Branchen gelenkt. Flankierend wurde im Oktober 1936 ein Reichskommissar f�r die Preisbildung eingerichtet. Es entstanden Unternehmen wie beispielsweise die Braunkohle-Benzin AG, das Volkswagenwerk Wolfsburg, das Junkers Flugzeug- und Motorenwerke und die Reichswerke Hermann G�ring. Das Reichswerk übernahm im Verlauf des Zweiten Weltkrieges ausländische kriegswichtige Unternehmen, wie beispielsweise die Alpine Montangesellschaft, Steyr Daimler Puch und die ?koda-Werke, und beschäftige 1940 600.000 Menschen.

Finanziert wurden die Kriegskosten nur zu einem kleinen Teil durch reguläre Staatseinnahmen, zum größeren Teil mit der sogenannten als Kreditgeber eingesetzt.

Wegen zunehmenden Arbeitskräftemangels wurden während des Zweiten Weltkriegs zwischen sieben und elf Millionen Menschen aus dem Ausland zur Zwangsarbeit genötigt. Auch entstanden in der Nähe von Konzentrationslagern Betriebsstätten entsprechend dem Konzept ?Vernichtung durch Arbeit?, wie etwa die Ostindustrie GmbH, die Deutschen Ausr�stungswerke, die Walther-Werke und die Deutschen Erd- und Steinwerke. Neben der Zwangsarbeit konnte auch freiwillige Arbeit während des Aufenthalts in einem Ghetto geleistet werden, das nach dem im Jahr 2002 verabschiedeten Ghettorentengesetz durch eine Rente vergolten wird. Nach Berechnungen von Götz Aly sollen dafür rund 1 Mrd. Reichsmark

Mit der ??, der systematischen Ermordung aller Juden und Roma des besetzten Polen, laut endgültiger Abrechnung vom 5. Januar 1944 etwa 180 Millionen Reichsmark erbeutet.

Am Ende der zwei Weltkriege waren nicht nur viele Millionen Menschen getötet oder kriegsversehrt, sondern auch Millionen Wohnungen und zahlreiche Fabriken zerstört oder beschädigt.

Wiederaufbau

Bundesrepublik Deutschland

Der schnelle Wiederaufbau in Westdeutschland nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges wird umgangssprachlich als ? in das Erwerbsleben wurden 1953 Pflichtquoten festgelegt.

In der Regierungszeit von zu Beginn der 1950er Jahre stiegen Industrieproduktion und Beschäftigung.

Am 14. November 1952 trat das Betriebsverfassungsgesetz (Version von 1952) in Kraft, das in der Tradition des Weimarer Betriebsrätegesetzes umfangreiche Informations-, Konsultations- und Mitbestimmungsrechte des Betriebsrats regelt und die ?vertrauensvolle Zusammenarbeit? zwischen Unternehmensleitung und Betriebsrat vorschreibt. Daneben enthielt es auch Regelungen zur Unternehmensmitbestimmung im Aufsichtsrat von Kapitalgesellschaften außerhalb der Montanindustrie. Im Jahr 1972 wurde das Betriebsverfassungsgesetz grundlegend novelliert, seitdem ist es in zahlreichen Punkten überarbeitet und angepasst worden.

Wichtige wirtschaftspolitische Entscheidungen in den Jahren 1959 bis 1965 waren die Privatisierungen bedeutender Beteiligungen des Bundes an Unternehmen, wie die Preussag, die Volkswagen AG (siehe auch VolkswagenStiftung) und die VEBA. Eine wesentliche Änderung der gesetzlichen Rentenversicherung geschah mit der Rentenreform von 1957, als das Kapitaldeckungsverfahren zu Gunsten des Umlageverfahrens aufgegeben und die dynamische Anpassung der Rentenhöhe an die Bruttolohnentwicklung eingeführt wurde. Mit dem Gesetz gegen Wettbewerbsbeschr�nkungen und der Gründung des Bundeskartellamts 1958 war das Prinzip der Wettbewerbsfreiheit (Dekartellierung) auf Dauer verankert. 1963 wurde der Sachverst�ndigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung eingesetzt, um der Bundesregierung und der Öffentlichkeit jährlich eine unabhängige wissenschaftliche Analyse und Prognosen für die Zukunft zur Verfügung zu stellen.

Im März 1961 wertete erstmals die Deutsche Mark um fünf Prozent auf. Die festen Wechselkurse gerieten 1968/69 erneut unter Druck. Am 20. November 1968 wurden für drei Tage sogar die meisten europäischen Devisenbörsen geschlossen und die G10 trafen sich in Bonn zu Verhandlungen. Die Deutsche Bundesbank stellte den Ankauf von US-Dollar, zur Stützung der festen Wechselkurse, am 30. September ein. Am 27. Oktober 1969 wurde die Deutsche Mark nach einer Aufwertung von 9,3 % wieder zum Kurs von 3,66 DM pro US-Dollar fest an den US-Dollar gebunden. In dieser Zeit stiegen die Lohnerhöhungen von den zuvor üblichen 8 % pro Jahr auf 14 % im ersten Quartal 1970, eine Lohn-Preis-Spirale war entstanden. Die Bundesbank erhöhte im Gegenzug die Zinsen, was aber nur zu Kreditaufnahmen im Ausland führte. Am 9. Mai hob die Bundesbank den festen Kurs zum US-Dollar auf. Am 15. August 1971 wurde die Konvertibilität des US-Dollars in Gold aufgehoben und damit endete der Goldstandard (s. a. Deutsche Goldreserven). Die G10 beschlossen am 18. Dezember 1971 in Washington (Smithsonian Agreement) eine Neufestsetzung der Wechselkurse zum US-Dollar und zum Gold und eine neue Schwankungsbreite der Währungen zum US-Dollar von ± 2,25 %. Eine Reihe von Devisenverkehrsbeschr�nkungen, wie das 1972 in Kraft getretene Bardepotgesetz, wurden in Deutschland eingeführt. Am 24. April 1972 beschlossen einige europäische Staaten, einschließlich Deutschland, den Europ�ischen Wechselkursverbund, um die Schwankungsbreite ihrer Währungen gegeneinander auf ± 2,25 % festzulegen. Das Abkommen wandelte sich zu einem reinen europäischen Wechselkursverbund, nachdem der Wechselkurs zum US-Dollar ab März 1973 sich völlig frei bilden durfte (Zusammenbruch von Bretton-Woods). 1979 entstand daraus das Europ�ische W�hrungssystem.

Die Bundesbank ging intern ab 1973 über auf die Geldmengensteuerung und ab 1975 gab sie ein Geldmengenziel vor.

Deutsche Demokratische Republik

Von 1945 bis 1949 gab es in der ).

Seit dem 23. Juni 1948 gab es mit der Deutschen Mark eine eigene Währung. Bis dahin galt neben Rentenmark und Reichsmark auch eine von der Sowjetischen Milit�radministration als gesetzliches Zahlungsmittel eingeführte Mark der Alliierten Milit�rbeh�rde, auch ?Besatzungsmark? genannt. Eine gleich lautende Währung wurde ebenfalls von allen Alliierten seit dem 9. August 1945 in Berlin als gesetzliches Zahlungsmittel herausgegeben. Mit der neuen Währung war eine Währungsreform verbunden, der am 13. Oktober 1957 eine weitere folgte.

Die DDR wurde im September 1950 in den 1949 gegründeten und von der Sowjetunion geführten Rat f�r gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW) aufgenommen. Die Organisation entstand um eine wirtschaftliche Unabhängigkeit der osteuropäischen Mitgliedsstaaten vom Westen zu ermöglichen. Gegen Ende der 1950er Jahre begann man den RGW organisatorisch weiterzuentwickeln und erste internationale Wirtschaftspläne entstanden. Die wichtigste Unternehmung des RGW war zu dieser Zeit die von 1959 bis 1964 errichtete über 5000 Kilometer lange Erd�lleitung Freundschaft.

Mit einer Erhöhung der Arbeitsnormen um zehn Prozent sollten wirtschaftliche Schwierigkeiten begegnet werden, doch kam es deshalb unter anderem zum flüchteten viele Millionen Ostdeutsche nach Westdeutschland.

Bipolare Welt

Bundesrepublik Deutschland

Mit dem Ende des Bretton-Woods-Systems 1973 und der �lkrise im gleichen Jahr endete in Westdeutschland die Zeit des durchgehend hohen wirtschaftlichen Wachstums, der Staatsverschuldung von etwa 20 Prozent und der Vollbesch�ftigung mit einer Arbeitslosenquote von unter zwei Prozent.

Die n? der Deutschen Telekom.

Früher wichtige Branchen wie die Eisenbahn, die Schwerindustrie (s. a. Stahlkrise) und der Bergbau verloren an Bedeutung. Seit den 1960er Jahren änderte sich die deutsche Energiewirtschaft, es gab vermehrt Importkohle und Haushalte und Gewerbe gingen für die Kohleindustrie verloren. In der Folge musste beispielsweise der Ruhrbergbau die Förderung reduzieren. Der 1963 gegründete Rationalisierungsverband Ruhrbergbau begleitete die Schließung vieler Großzechen. Weitere Schritte waren der H�ttenvertrag von 1968, der Jahrhundertvertrag von 1975 und die Bildung der Ruhrkohle�AG.

Obwohl die .

Der Dienstleistungssektor expandierte, so dass Deutschland als Dienstleistungsgesellschaft bezeichnet werden kann. Besonders erfolgreiche Branchen sind Versicherer, Banken und unternehmensnahe Dienstleister, aber auch die Freizeit- und Unterhaltungsindustrie. Die Industrialisierung von Dienstleistungen gewinnt an Bedeutung. Analog zur Taylorisierung in der Industrie, werden nun auch Dienstleistungen in einzelne Arbeitsschritte unterteilt und diese können entweder intern oder extern, hoch produktiv abgearbeitet werden. So beispielsweise das Telefonieren in Callcentern, das Sortieren von Briefen z. B. in Briefzentren der Deutschen Post AG oder einige Arbeitsschritte aus dem Bereich der Finanzdienstleistung in der sogenannten ?Bankfabrik?. Im konsumnahen Dienstleistungssektor bedeutend ist die Selbstbedienung. So setzte sich im Einzelhandel der Supermarkt durch, Bargeld wird mit Geldautomaten bei der Bank abgehoben und in Schnellrestaurants bringt der Kunde seine Speisen, meist Fastfood, selbst zu Tisch. Diese Änderungen der Wirtschaftsstruktur können sogar aus früheren Kunden wirtschaftliche Konkurrent machen. Beispiele dafür sind im Handwerk das Heimwerken (der erste Baumarkt entstand um 1960) oder seit den 1990er Jahren in der Informationsbranche das Erstellen von User-Generated-Content.

Die in vielen Branchen allerdings wieder.

In den Regierungszeiten mit SPD-Beteiligung (en ? nichts.

Die unter dem Schlagwort ?Europ�ischer Binnenmarkt? propagierten ?vier Grundfreiheiten? wurden in der Europ�ischen Gemeinschaft über Jahrzehnte hinweg durch Rechtsangleichung zunehmend realisiert.

Deutsche Demokratische Republik

Ab 1962 gab es in der DDR die Einzelhandelskette Intershop mit dem Ziel ?Westgeld? zu erwirtschaften. Das ?Neue �konomische System der Planung und Leitung? wurde 1963 unter Walter Ulbricht eingeführt und galt bis 1967. Es sah Leistungsboni für Arbeiter sowie eine stärkere Flexibilität von Betrieben vor. 1965 begann man das Konzept etwas zu verändern, die staatliche Planung bekam wieder mehr Bedeutung und der Volkswirtschaftsrat (1961?1965) wurde zu Gunsten mehrere Industrieministerien aufgelöst. Das ''Ökonomische System des Sozialismus'' und das Konzept der ''strukturbestimmenden Aufgaben'' galt von 1967 bis 1971. Zum einen wurden die Reformen weiter verfolgt, zum anderen begann man aber die Elektroindustrie und den Werkzeugmaschinenbau besonders zu fördern. Im Juni 1971 verkündete Erich Honecker, nachdem er Ulbricht abgelöst hatte, auf dem VIII.�Parteitag Verbesserungen für die Bevölkerung, wie der Erh�hung der Konsumg�terproduktion oder einem Wohnungsbauprogramm (genannt ''Einheit von Wirtschafts- und Sozialpolitik''). Diese Maßnahmen waren nur zum Teil durch die Fortschritte der DDR-Wirtschaft finanzierbar, so dass die DDR sich zunehmend bei der Bundesrepublik verschuldete. Notwendig wurde dies auch, da westliche Produktionsanlagen für Export- und Konsumgüter gekauft wurden und nicht immer mittels Kompensationsgesch�ften bezahlt werden konnten. Versucht wurde dieser zunehmenden Abhängigkeit entgegenzuwirken. Seit Mitte der 1970er Jahre wurde beispielsweise der Export gegen Devisen verstärkt, der 1966 eingerichtete Bereich Kommerzielle Koordinierung im Ministerium für Außenhandel ausgebaut, 1973 der Mindestumtausch für westdeutsche Besucher erhöht, eine Transitpauschale für den Verkehr zwischen Westdeutschland und West-Berlin vereinbart und den H�ftlingsfreikauf forciert. Die Konzentration auf bestimmte Industrien wurde auch in den 1970er Jahren fortgesetzt, so dass in diesen Industrien moderne Maschinen vorhanden waren, während solche anderswo eher fehlten. In der zweiten Hälfte der 1970er Jahre erhöhte die Sowjetunion infolge der �lkrise den Ölpreis für ihre osteuropäischen Abnehmer und 1979/1980 senkte sie sogar die an die DDR gelieferte Rohölmenge von 19,3 Mio. Tonnen auf 17,3 Mio. Tonnen. Die DDR reagierte darauf, indem sie petrolchemische Produkte, vor allem Benzin und Diesel, bevorzugt in den Westen exportierte und selber verstärkt auf Braunkohle und Atomstrom zurückgriff. Diese sogenannte ?Heizölablöse? führte zur Steigerung der Deviseneinnahmen und der Reduzierung der Verschuldung im Westen, aber ab Mitte der 1980er Jahre sank der Ölpreis wieder.

Der RGW wurde institutionell ausgebaut und die nationalen Wirtschaftspläne der Mitgliedsländer in Teilen aufeinander abgestimmt ()

Ab den 1960er Jahren warb die DDR zeitlich befristet und ohne Integrationsabsicht Vertragsarbeiter für Arbeitsbereiche wie der Leichtindustrie oder der Konsumgüterindustrie an. 1981 gab es etwa 24.000 Vertragsarbeiter und Ende 1989 etwa 94.000 Vertragsarbeiter, wobei zwei Drittel vietnamesischer Herkunft waren.

Der Außenhandel der DDR verlief zu etwa 70 % mit sozialistischen Ländern, zu etwa 25 % mit westlichen Industriel�ndern und zu etwa 5 % mit Entwicklungsländern. Beim Handel mit den sozialistischen Ländern fielen etwa 40 % auf den Handel mit der Sowjetunion und etwa 25 % auf die übrigen RGW-Staaten.

Wiedervereinigung

Nach der deutschen Wiedervereinigung trat die W�hrungs-, Wirtschafts- und Sozialunion am 1. Juli 1990 in Kraft. Die Volkseigenen Betriebe wurden der Treuhandanstalt übergeben mit dem Ziel diese zu privatisieren oder zu schließen. Am 31. Dezember 1994 wurde die Treuhandanstalt aufgelöst, die verbliebenen Aufgaben auf mehrere Nachfolgegesellschaften verteilt und die angefallenen Schulden in den Erblastentilgungsfonds eingebracht.

Zur Finanzierung des sogenannten ?Aufbau Ost? wurden für die ostdeutschen Bundesländern der Fonds Deutsche Einheit und die Solidarpakte I und II vereinbart. Der Bund finanzierte sich wiederum zum Teil über den Solidarit�tszuschlag. Darüber hinaus wurde die Neuverschuldung des Bundeshaushaltes stark erhöht und das soziale Sicherungssystem durch stark steigende Kosten wegen der etwa doppelt so hohen Arbeitslosigkeit im Osten belastet.

Die Infrastruktur in den ?Neuen Bundesl�ndern? wurde nach der Wiedervereinigung verbessert, wovon die ostdeutsche Bauindustrie bis Mitte der 1990er Jahre profitierte. Die Produktivität je Arbeitnehmer stieg, doch die Lohnst�ckkosten waren lange Zeit erheblich höher als in Westdeutschland. Gleichzeitig dauerte der Angleichungsprozess zwischen Ost und West länger als ursprünglich angenommen an (siehe auch Bl�hende Landschaften), weshalb auch die hohen Arbeitslosenzahlen und die Abwanderung der Bevölkerung noch weitere Jahre anhielt.

Die Bundesregierung veröffentlicht seit 1997 einen jährlichen Jahresbericht der Bundesregierung zum Stand der Deutschen Einheit.

Globalisierung und globale Krisen

Seitdem zunehmend Verlagerungen von internationalen Unternehmen aus Deutschland weg beobachtet werden, wird die Globalisierung kontrovers diskutiert. Es wird thematisiert, inwiefern Deutschland mit seiner exportorientierten Wirtschaft profitiert oder ob durch Outsourcing Arbeitsplätze abgebaut werden und welche Gruppen profitieren oder nicht profitieren können. Die lange Zeit ungenügende politische Antwort auf die Globalisierung zeigte sich in der steigenden Arbeitslosenquote, die in der Spitze im Jahr 2005 13 Prozent für Gesamtdeutschland und 20,6 Prozent für die Neuen Länder einschließlich Berlin erreichte.

Eine wirtschaftspolitische Maßnahme war die Schaffung der Europ�ischen Wirtschafts- und W�hrungsunion 1999. Mit der Eurozone, also der W�hrungsunion der Mitgliedstaaten der Europ�ischen Union, entfiel beispielsweise die Wechselkursunsicherheit in großen Teilen Europas.

Eine Reaktion auf die schwierige Situation am Arbeitsmarkt war, dass die Anzahl der Selbstständigen stieg, beispielsweise im Zeitraum von 1991 bis 1998 um 18,3 %.